Rezension zum Österreich-Krimi „Uhudler Verschwörung“ von Thomas Stipsits

Thomas Stipsits ist nicht nur einer der beliebtesten Kabarettisten Österreichs und einer der besten Schauspieler des Landes, sondern auch Bestseller-Autor. In „Uhudler Verschwörung“ lässt er seinen schrulligen Inspektor Sifkovits nun zum zweiten Mal in einem Mordfall ermitteln.

Inspektor Sifkovits vom LKA Eisenstadt ist gerade bei seiner Mutter zu Besuch, als er vom tragischen Tod des Weinbauern Alois Stipsits erfährt. Obwohl alles nach einem Arbeitsunfall aussieht und ein Weinbauer ja prädestiniert dafür ist, gerne mal einen über den Durst zu trinken, ist Sifkovits sich ziemlich sicher, das da irgendetwas nicht stimmt. Er informiert daher die Staatsanwaltschaft.

Sifkovits: Aufklärung von Hühnerdiebstahl als Strafe

"Uhudler Verschwörung" von Thomas Stipsits Rezension
„Uhudler Verschwörung“ von Thomas Stipsits. (Cover: Ueberreuter)

Doch Sifkovits wird umgehend von seinem Vorgesetzten Oberst Taschner zurückgepfiffen. Schließlich gibt es genug ungelöste Fälle. Da muss man nicht noch weitere eröffnen. Zur Strafe für seine Eigenmächtigkeit überträgt ihm Taschner einen Fall von Hühnerdiebstahl.

Thomas Stipsits ist mit „Uhudler Verschwörung“ ein flotter und sehr unterhaltsamer Provinzkrimi gelungen, der besonders von seinem skurrilen Personal lebt. Das fängt schön bei dem Inspektor an, der wunderbar renitent ist und einfach macht, was er will, anstatt auf seinen Vorgesetzten zu hören.

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„Uhudler Verschwörung“: Irrungen und Wirrungen der Nachbarn

So trägt er zum Beispiel nie seine Dienstwaffe und nimmt es auch ansonsten mit den Vorschriften nicht so genau. Seine Mutter und ihre Freundinnen, allesamt echte Unikate, unterstützen ihn bei seinen Ermittlungen. Schließlich weiß man auf dem Land recht gut Bescheid über die Irrungen und Wirrungen der Nachbarn. Und schnell stellt sich heraus, dass der Weinbauer alles andere als ein netter Zeitgenosse war.

Nebenbei erfährt man noch so einiges über die Sitten, Gebräuche und Essgewohnheiten des Burgenlandes. Und der Leser wird neugierig darauf, was es mit diesem Uhudler eigentlich so auf sich hat. Genau das richtige Buch für die kalte Jahreszeit und perfekt dafür geeignet, sich auf die Couch zu kuscheln, ein Glas Rotwein zu trinken und Lesespaß zu haben.

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Eine Fortsetzung folgt mit Sicherheit!

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