Tödlicher Kaffee – Rezension zu „Die Tote im Kaffeehaus“ von Beate Maxian

Beate Maxian

In „Die Tote im Kaffeehaus“ schickt Beate Maxian die Leser nun schon zum 11. Mal auf Ermittlungstour durch Wien. Auch diesmal bekommt es die Journalistin Sarah Pauli mit einem undurchsichtigen Fall zu tun, der sie selbst in Gefahr bringt.

Die Tote im Kaffeehaus
„Die Tote im Kaffeehaus“ von Beate Maxian. (Cover: Goldmann)

Marianne Böhm ist Chefin einer Wiener Kaffeehaus-Dynastie und wacht streng darüber, dass sich auch nach über 100 Jahren des Bestehens nichts an ihren drei Kaffeehäusern ändert. Sehr zum Leidwesen ihres Sohnes Michael, der gerne frischen Schwung in die Cafes bringen würde.

Obwohl die alte Dame schon die 80 überschritten hat, hält sie alle Fäden in der Hand und und lässt den Nachwuchs einfach keine Verantwortung übernehmen. Zudem protegiert sie den jungen Barista Linus Oberhuber, dem sie die Führung des Unternehmens besser zutraut als ihrem Sohn.

Die Tote im Kaffeehaus: Böhm stirbt beim Plaudern

Sarah Pauli ist Chefredakteurin des Wiener Boten und trifft sich mit Marianne Böhm zu einem Interview. Die alte Dame ist bester Dinge, plaudert fröhlich und stirbt plötzlich und unvermittelt mitten im Gespräch.

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Sarah steht unter Schock und schnappt vom Notarzt die Information auf, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Aus Erfahrung weiß sie, dass sie es hier mit einem neuen Fall zu tun hat und sie beginnt umgehend mit ihren Recherchen.

Beim Treffen mit Clemens Böhm stößt sie schnell auf erste Ungereimtheiten. Nicht nur, dass er als Erbe ein Interesse am Ableben seiner Mutter hätte. Er verstrickt sich zudem in widersprüchliche Aussagen. Aber Clemens bleibt nicht der einzige Verdächtige.

Angenehme Krimi-Unterhaltung mit viel Wiener Lokalkolorit

Die Tote im Kaffeehaus“ ist angenehme Krimi-Unterhaltung mit ganz viel Wiener Lokalkolorit. Beate Maxian ist nicht umsonst Bestsellerautorin. Sie weiß genau, wie sie die Spannung hochhält, ihre Heldin immer wieder in Gefahrensituationen schickt und nebenbei hie und da einige mystische Aspekte in ihre Geschichten integriert.

Auch wenn man bisher noch keines ihrer Bücher gelesen hat, kann man ohne Probleme auch mit dem neuen Buch in die Geschichte einsteigen.

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Bildnachweis: Beate Maxian mit ihren Romanen. (Bild: maxian.at)

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Autor: Mikis Wesensbitter

Mikis Wesensbitter wäre eigentlich ein waschechter Ostberliner geworden, wenn nicht Ende August 1968 ein Unfall bei der Deutschen Reichsbahn den kompletten Schienenverkehr der DDR lahmgelegt hätte. So kam er in Zossen zur Welt. Pünktlich zur 25. Wiedervereinigungsfeier erschien mit "Wir hatten ja nüscht im Osten … nich’ ma Spaß" Mikis Tagebuch aus dem Jahre 1989 in der Edition Subkultur.

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